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Berufliche Bildung

Ausbildung

Mit der Ausbildung wird die Basis für das weitere Leben geschaffen und die spätere finanzielle Unabhängigkeit vorbereitet. In der Ausbildung sollen die persönlichen Fähigkeiten entwickelt und ausgebaut werden. Der zu erlernende Beruf sollte der persönlichen Neigung entsprechen.

Ausbildungsberufe

Um den richtigen Beruf zu finden, um seine Neigung und Vorstellung zum Beruf zu überprüfen ist ein Einblick in die bevorzugte Branche hilfreich. Die berufliche Bildung, also die Berufsausbildung erfolgt in Deutschland im Wege der dualen oder vollzeitschulischen Ausbildung, Das Studium an einer Hochschule oder Berufsakademie zählt nicht zur klassischen Berufsausbildung.

Zur Zeit gibt es rund 340 anerkannte Ausbildungsberufe.

Verbundausbildung

Die Förderung dient sowohl der Verbesserung der Ausbildungseignung kleiner und mittlerer Unternehmen als auch der Erhöhung des Ausbildungsplatzpotetials, indem Teile der Ausbildung ergänzend zur eigenen Ausbildung in anderen Unternehmen oder Einrichtungen (Verbundunternehmen) durchgeführt werden.

Überbetriebliche Lehrunterweisung im Handwerk

Durch die überbetriebliche Lehrunterweisung im Handwerk wird die Ausbildung im Betrieb durch die Verbreiterung der Grundausbildung und Vertiefung von Fachkenntnissen ergänzt, an die technische Entwicklung angepasst und darüber hinaus die Ausbildungsbetriebe von Unterweisungsausgaben auf speziellen Gebieten entlastet.

Überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen in der land-, Forst und Hauswirtschaft

Ziel der Förderung ist es, die Übernahme- und Erwerbschancen von Auszubildenden durch Vertiefung und Festigung des im Betrieb und in der Berufsschule erworbenen Wissens und Könnens zu verbessern. Darüber hinaus werden Ausbildungsbetriebe bei der Erfüllung ihrer Ausbildungsverpflichtung unterstützt. Finanziert wird die Teilnahme an überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen, die die betriebliche Ausbildung in Ausbildungsberufen der Land-, Forst- und Hauswirtschaft sowie in entsprechenden ausbildungsintegrierten Studiengängen ergänzen und vertiefen.

Zusatzqualifikationen

Finanziert wir die Vermittlung von praxisrelevanten, nicht in den Ausbildungsordnungen bzw. Lehrplänen enthaltenen Zusatzqualifikationen, die zu einem Kompetenzzuwachs bei Auszubildenden führen und die individuellen Chancen beim Übergang in Arbeit erhöhen.

Vorrang für duale Ausbildung

Gefördert werden Vorhaben für Jugendliche und junge Erwachsene mit Vermittlungshemmnissen bzw. besonderen Unterstützungsbedarf zur individuellen Hinführung in die betriebliche Ausbildung und/oder zur Unterstützung während der Ausbildung sowie die Begleitung von Unternehmen bei Problemen mit der Integration und Ausbildung der genannte Zielgruppe.

Gefördert wird darüber hinaus die fachlich-inhaltliche Programmbegleitung, Koordinierung und Qualitätssicherung der Vorhaben.

Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen

Ausländische oder in der ehemaligen DDR erworbene Bildungsabschlüsse können anerkannt werden.

Für die Anerkennung sind verschiedene Stellen zuständig:

Hochschulabschlüsse

Für ausländische und inländische Hochschulabschlüsse sowie Gleichwertigkeitsfeststellung und Nachdiplomierung inländischer Bildungsabschlüsse im Hochschulbereich, die bis zum 31. Dezember 1993 erworben wurden (mit Ausnahme pädagogischer, juristischer und medizinischer Abschlüsse), das Sächsische Staatministerium für Wissenschaft und Kunst,

Schulabschlüssen und pädagogischen Hochschulabschlüssen

Für Schulabschlüssen und pädagogischen Hochschulabschlüssen, das Sächsische Staatministerium für Kultus.

Juristische Hochschulabschlüsse

das Sächsische Staatministerium für Justiz und

medizinische Hochschulabschlüsse,

das Sächsische Staatministerium für Soziales.

Berufsbildungsabschlüsse

werden von der jeweils zuständigen Kammer anerkannt.

Rechtsgrundlage hierfür kann sein:

  • Gleichstellung der beruflichen Befähigungsnachweise über ein bilaterales Regierungsabkommen.
  • Entsprechung der beruflichen Befähigungsnachweise nach der Entscheidung 85/368/EWGdes Rates der Europäischen Gemeinschaften vom 16.07.1985. Das Verfahren, über die Entsprechungen der beruflichen Befähigungsnachweise aus den Ländern der neuen Mitgliedsstaaten (EU-Osterweiterung) ist noch nicht geregelt. Somit ist eine Entsprechung gemäß der o. g.Richtlinie noch nicht möglich.
  • Anerkennung bzw.Gleichstellung einer im Ausland absolvierten Prüfung nach den Vorschriften des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) § 10.

Fort- und Weiterbildung

Die Anforderungen an Arbeitnehmer steigen stetig und werden immer komplexer. Daher ist berufliche Weiterbildung unerlässlich. Hierfür gibt es in Sachsen staatliche Fördermöglichkeiten.

Weiterbildungsscheck - betrieblich

Gefördert werden Vorhaben der betrieblichen Weiterbildung.

Weiterbildungsscheck - individuell

Gefördert werden Vorhaben der individuell berufsbezogenen Bildung zur Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die auf die Verbesserung ihrer aktuellen und künftigen Beschäftigungschancen und ihrer beruflichen Flexibilität – unabhängig vom aktuellen Beschäftigungsverhältnis und nicht auf die spezifischen Belange ihres Arbeitgebers - ausgerichtet sind.

Weiterbildung zum Arbeits- bzw. Betriebsmediziner

Um zu einer guten gesundheitlichen Versorgung am Arbeitsplatz beizutragen werden Vorhaben zur Weiterbildung zum Arbeits- bzw. Betriebsmediziner gefördert.

Aufstiegsfortbildungsförderung / Meister-BAföG

Das von Bund und Ländern finanzierte Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) - sogenanntes "Meister-BAföG" begründet einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen. Dies können z.B. Fortbildungen zum Meister, Fachwirt oder Staatlich geprüften Techniker sein.

Studie: Weiterbildung in Sachsen 2012

Nicht nur die Arbeitgeber sind gehalten Ihre Mitarbeiter weiterbilden zu lassen. Die Arbeitnehmer selbst sind verpflichtet, sich über die Entwicklung in Ihrer Berufssparte zu informieren und weiterzubilden. Eine Weiterbildung in der Phase der Arbeitslosigkeit verbessert die Chancen auf den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt.

Landesausschuss für Berufsbildung

Der Landesausschuss für Berufsbildung ist ein gesetzlich vorgesehenes, beratendes Gremium. Mit seiner beratenden Tätigkeit hat der Landesausschuss für Berufsbildung bereits wesentliche Anregungen für die Gestaltung der sächsischen Berufsbildungspolitik gegeben.

Aufgabe und Mitglieder

Der Landesausschuss für Berufsbildung berät gemäß § 83 Berufsbildungsgesetz (BBiG) die Landesregierung in Fragen der Berufsbildung. Im Interesse einer einheitlichen Berufsbildung hat er dabei insbesondere auf eine Zusammenarbeit zwischen der schulischen Berufsbildung und der Berufsbildung nach dem BBiG sowie auf eine Berücksichtigung der Berufsbildung bei der Neuordnung und Weiterentwicklung des Schulwesens hinzuwirken.

Gemäß § 82 Abs. 1 BBiG besteht der Landesausschuss aus 18 Mitgliedern (jeweils sechs Beauftragte der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der obersten Landesbehörden). Die Mitglieder haben die gleiche Anzahl Stellvertreter. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den Beauftragten der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmer-Seite. In der laufenden Amtsperiode wechseln sich Karl-Heinz Herfort (Handwerkskammer Dresden) und Andre Schnabel (DGB) beim Vorsitz ab.

Geschäftsstelle

Die Führung der Geschäfte des Landesausschusses obliegt dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Beschlüsse der 6. Berufungsperiode

Marginalspalte

Kontakt

SMWA Referat 21 (Fachkräfteallianz, Qualifizierungsförderung)

Uta Leupolt

Kontakt

SMWA Referat 24 (Berufliche Bildung)

Uwe Bartoschek

Geschäftsstelle des Landesausschusses für Berufsbildung

SMWA Referat 24 (Berufliche Bildung)

Reimo Finke

© Institution