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Arbeitsmarktintegration Geflüchteter

Der Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung bildet die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben geflüchteter Menschen bei uns. Die Möglichkeit, den eigenen Leistungswillen und die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Berufsalltag unter Beweis stellen zu können, ist wiederum Antrieb für die gesellschaftliche Integration.

Die Integration Geflüchteter in die sächsische Arbeitswelt bietet auch Chancen für die heimische Bevölkerung und die Wirtschaft. Die beruflichen Potenziale Geflüchteter können und müssen wir nutzen, um die negativen Folgen der demographischen Entwicklung abzufedern. Die Zahl der in Sachsen lebenden Menschen im erwerbsfähigen Alter wird in Zukunft deutlich zurückgehen. Folglich werden potenziell weniger Beschäftigte zur Verfügung stehen, die Güter und Dienstleistungen produzieren und konsumieren, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge entrichten und damit zur Entwicklung unseres Landes beitragen. Dabei wird Sachsen von den Folgen des demographischen Wandels früher und stärker erfasst als die meisten anderen Länder. Der prognostizierte Rückgang der Erwerbsbevölkerung bis 2025 beträgt ca. 466.000 Personen. Bereits heute zeigen sich auch in Sachsen erste Probleme bei der Gewinnung von Fachkräften.

Um die Potenziale geflüchteter Menschen ausschöpfen zu können, müssen wir entsprechende Rahmenbedingungen bieten. Zentrale Handlungsfelder sind dabei

  • die Förderung des Spracherwerbs,
  • die Erfassung und Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen,
  • die Anpassung der vorhandenen Kompetenzen auf die Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes durch Aus- und Weiterbildung bzw. (Nach-) Qualifizierung,
  • die Berufsorientierung und Berufsvorbereitung,
  • die Unterstützung bei der Integration in die betrieblichen Prozesse sowie
  • die stärkere Zusammenarbeit und Koordination aller arbeitsmarktrelevanten Partner.

Gemeinsame Erklärung zur Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Freistaat Sachsen

In der gemeinsamen Erklärung bekennen sich Politik, Gewerkschaften, Arbeitgeber und Arbeitsverwaltung zu einem weltoffenen Freistaat und menschlicher Hilfe für Geflüchtete. Die Unterzeichner der Erklärung machen deutlich, dass es keinerlei Formen von Hass und Gewalt gegen ausländische Menschen geben darf. Gleichzeitig erklären sie, dass Integration eine große Herausforderung und zugleich Chance für Sachsen ist, die - richtig und aktiv gestaltet - sehr viele Vorteile bringt.

Das SMWA leistet einen Beitrag dazu, die Rahmenbedingungen an die neuen Herausforderungen anzupassen. Mit dem Ziel, die Integration geflüchteter Menschen in den sächsischen Arbeitsmarkt zu einer Erfolgsgeschichte zu machen, stimmen wir uns regelmäßig mit den zentralen Arbeitsmarktakteuren ab und passen unsere Förderaktivitäten an die neue Zielgruppe an.

  •  Modellprogramm »Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete«

Mit dem Modellprogramm »Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete« sollen geflüchtete Menschen möglichst rasch und nachhaltig in eine Berufsausbildung oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gebracht werden. Kern des Programms sind Mentoren, die Geflüchteten auf dem gesamten Weg der Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarktintegration beratend und begleitend zur Seite stehen und bei der Inanspruchnahme von Regelinstrumenten helfen. Gleichzeitig unterstützen die Mentoren Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe mit Rat und Tat, um eine möglichst reibungslose Eingliederung der neuen Mitarbeiter oder Auszubildenden in den betrieblichen Alltag zu gewährleisten.
Weitere Informationen zum Programm abrufbar unter www.sab.sachsen.de/arbeitsmarktmentoren.

  • Fragen und Antworten zur Beschäftigung und Ausbildung Geflüchteter

Informationen und Hinweise zur Ausbildung und Beschäftigung Geflüchteter erhalten Sie auf der offiziellen Informationsseite des Freistaates Sachsen zum Thema Asyl.

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Kontaktdaten

Referat 22 | Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik | Projekt „Gute Arbeit für Sachsen“

Marcel Stumpf

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