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Jahreskonferenz 2015 des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Sachsen und Startschuss der Kampagne „Gute Arbeit für Sachsen“

Arbeitsminister Martin Dulig: „Sachsen muss endlich sein Niedriglohnimage loswerden“

 

„Gute Arbeit für Sachsen“ ist das Hauptziel der neuen Kampagne des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit, die Arbeitsminister Martin Dulig heute im Rahmen der Jahreskonferenz des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Sachsen offiziell vorgestellt hat.

 

Nachhaltige Beschäftigung, die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung von sozialer Inklusion, sind Hauptziele dieser neuen  Kampagne. Aus ESF-Mitteln stehen für entsprechende Maßnahmen in den nächsten fünf  Jahren mehr als 660 Millionen Euro zur Verfügung. Die ESF-Förderprogramme des Förderzeitraums 2014 bis 2020 sind bereits erfolgreich angelaufen. So konnten zum Stand 31. August schon 4.653 Projektanträge mit einem Mittelvolumen von insgesamt 90 Millionen Euro bewilligt werden.

 

Minister Dulig verwies in seiner Grundsatzrede darauf, wie der Standort Sachsen künftig gestärkt und dessen Attraktivität weiter erhöht werden soll. Dabei sei das Thema Arbeit einer der wichtigsten Bausteine der Legislatur. Arbeit und Wirtschaft müssten wieder in Einklang gebracht werden: „Eine starke heimische Wirtschaft sowie gute und sichere Arbeit sind untrennbar miteinander verbunden. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und soziale Verantwortung sind keine Gegensätze. Jetzt wird es Zeit, das Niedriglohnimage von Sachsen zu beenden und sich gemeinsam mit Unternehmen und Gewerkschaften für gute Arbeit einzusetzen.“

 

Aber auch ein ganz anderer Aspekt wird in der Debatte um „gute Arbeit“ eine immer wichtigere Rolle spielen. Dulig: „Wir müssen es schaffen, Asylsuchende und andere Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft aufzunehmen, überall menschenwürdig zu behandeln und sie schnell in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu integrieren. Denn schon jetzt werden Fachkräfte in allen Bereichen benötigt, aus den uns bekannten demografischen Gründen. Die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter von 15 bis 65 Jahre wird bis 2025 um rund 450.000 auf weniger als 2,2 Millionen Menschen sinken.“ Sachsen und auch der Arbeitsmarkt können jedoch durch Zuwanderung gewinnen: „Wir werden viele bisherige Denkmuster verändern. Bislang sind wir davon ausgegangen, dass Sachsens Bevölkerungszahl schrumpfen wird. Dies wird wohl nicht mehr so eintreten. Nutzen wir also die uns gegebenen Chancen, um eine bessere Zukunft für alle Menschen in unserem Land zu schaffen. Der Faktor Arbeit wird maßgeblich dazu beitragen.“

 

Folgende Schwerpunkte werden künftig umgesetzt: Fachkräftesicherung, Stärkung des betrieblichen Gesundheits- und Arbeitsschutzes, Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie flexiblere Arbeitszeitmodelle.

 

Gemeinsam mit etwa 350 Gästen diskutierten neben Sachsens Arbeitsminister der Stellvertretende Generaldirektor der GD Beschäftigung, Soziales und Integration der EU-Kommission,  Zoltán Kazatsay, sowie Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

 

Die Jahrestagung bot als Auftaktkonferenz eine Plattform zum ersten gemeinsamen Austausch aller an der Kampagne „Gute Arbeit für Sachsen“ beteiligten Akteure.

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Impressionen

Logo "Gute Arbeit für Sachsen"

Podiumsgespräch / © SMWA, Manuela Uslaub © SMWA, Manuela Uslaub

Gesunde Arbeit © Cornelia Koller by annalenaschiller.com

Skizzierung / © SMWA, Manuela Uslaub © SMWA, Manuela Uslaub

Zukunft der Arbeit © Eli Breuing by annalenaschiller.com

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